Fremdsprachen sprechen – ganz ohne Angst


Kennen Sie das? Sie sitzen im Urlaub im Restaurant und sollen gleich auf Englisch bestellen – aber Ihr Herz klopft wie verrückt und Ihnen wollen einfach nicht die passenden Worte einfallen. Dann leiden Sie vermutlich an Sprechangst – aber das muss nicht so bleiben. Wir zeigen Ihnen, wieso das Sprechen so wichtig ist … und wie Sie Ihre Angst besiegen können.

Eine Fremdsprache zu beherrschen, das ist der Wunsch sehr vieler Menschen. Gründe dafür gibt es mehr als genug, schließlich bringen Sprachkenntnisse über die Muttersprache hinaus zahlreiche Vorteile mit sich. Beruflich öffnen Fremdsprachenkenntnisse viele neue Türen, im Urlaub erleichtern sie die Verständigung – oder machen sie erst möglich – und selbst in der Freizeit gibt es immer wieder Situationen, in denen es sich auszahlt, eine Fremdsprache zu beherrschen.

Leider ist der Weg dorthin nicht immer ganz einfach, denn beim Lernen einer Sprache gibt es einige Hürden zu nehmen. Für viele Menschen ist die wohl Größte davon die Angst vor dem Sprachgebrauch – sie kennen die Vokabeln und die Grammatik, bekommen im Gespräch aber kaum ein Wort heraus. Aber woher kommt diese Sprechangst? Und wie lässt sie sich wirksam bekämpfen?

Ich spreche nicht – na und?

Bevor es um die Gründe für die Angst vor dem Sprachgebrauch und mögliche Lösungen gehen soll, muss zunächst einmal geklärt werden, wieso diese Angst überhaupt ein Problem ist. Denn letzten Endes beherrschen die Betroffenen die Sprache in der Regel ja – sie trauen sich eben nur nicht, sie im Gespräch auch anzuwenden. E-Mails, Briefe oder Textnachrichten sind dagegen völlig unproblematisch.

Aber bereits hier lässt sich erkennen, dass die Angst, eine Fremdsprache zu sprechen, eben doch eine massive Einschränkung ist, die die Sprachkenntnisse an sich entwertet. Ein Arbeitgeber wird zum Beispiel davon ausgehen, dass ein Mitarbeiter eine Fremdsprache in Wort und Schrift beherrscht. Kann er allerdings nur E-Mails beantworten, aber keine Telefonate führen, reicht das nicht aus. Die „besondere Begabung“ des Mitarbeiters müsste bei sämtlichen Terminabsprachen und anderen Vereinbarungen berücksichtigt werden. Und diesen Aufwand wird kaum ein Arbeitgeber auf sich nehmen.

Ähnlich sieht es im Urlaub aus – wollen Sie etwa in einem Restaurant nach dem Weg fragen, wird man Ihnen vermutlich gerne weiterhelfen. Kommunizieren Sie aber über Zettel, um sich der Sprechangst nicht stellen zu müssen, wird Ihnen das wohl bestenfalls ein paar verwunderte Blicke einbringen.

Um eine Sprache wirklich zu beherrschen, werden Sie also nicht umhinkommen, die Sprache sprechen zu lernen. Denn nur so können Sie Ihr Wissen auch zuverlässig im Alltag anwenden – und das Geld für den Sprachkurs hat sich gelohnt.

Woher kommt die Angst vorm Sprechen?

Herzrasen, ein flaues Gefühl im Magen und vielleicht der eine oder andere Tropfen Angstschweiß – das sind bekannte Begleiterscheinungen für Menschen, die von Sprechangst betroffen sind. Dafür braucht man sich aber nicht zu schämen, denn die Angst vor dem Sprachgebrauch fällt in eine Kategorie, die wohl die meisten Menschen kennen. Es ist die Angst davor, etwas Neues auszuprobieren und einen Fehler zu machen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um die ersten Sätze auf Englisch geht oder um die erste Fahrt auf Inline-Skates im Skatepark. Unterbewusst schwingt nämlich immer der Gedanke mit: Wer einen Fehler macht, der zeigt Schwäche und macht sich damit angreifbar.

Zwar gibt es bei einem grammatikalischen Fehler oder einer nicht akzentfreien Aussprache keine ernsthaften Konsequenzen zu befürchten, aber die Betroffenen glauben meist, dass sie sich so der Lächerlichkeit preisgeben. Oft befürchten sie auch, dass es durch ihre Fehler zu Missverständnissen kommt und sie ihre Gegenüber so verärgern. Aufgrund der mangelnden Erfahrungen malen sich die Betroffenen häufig sogar ein regelrechtes Schreckensszenario aus, an dessen Ende sie Ärger vom Chef bekommen oder sie von einem wütenden Muttersprachler verfolgt werden.

Was kann man gegen Sprechangst tun?

Das der Sprechangst zugrundeliegende Problem ist in den meisten Fällen also die fehlende Erfahrung. Leider lässt sich dieses Problem aber nur auf eine Weise bekämpfen: indem die Betroffenen anfangen zu sprechen und so Erfahrung sammeln. Dem steht allerdings wieder die Sprechangst entgegen, und so scheint es fast, als wären die Betroffenen in einem Teufelskreis gefangen.

Zum Glück gibt es aber verschiedene Wege und Möglichkeiten, aus dem Teufelskreis auszubrechen. Bedenken Sie dabei stets, dass es hier nicht den einen, richtigen Weg gibt. Probieren Sie ruhig verschiedene Lösungsansätze aus, bis Sie den gefunden haben, der Ihnen persönlich weiterhilft.

Die wohl effektivste Variante ist es, mit einem Tandempartner zu lernen, mit dem Sie Ihre Muttersprache üben. Im Gegenzug arbeitet Ihr Partner mit Ihnen an Ihren Fremdsprachenkenntnissen. Auf diese Weise geben sich beide die „Blöße“, Fehler zu machen, was die Hemmschwelle in der Regel deutlich senkt. Damit das Ganze funktioniert, müssen Sie allerdings einen Muttersprachler finden, den Sie als Partner für sich gewinnen. In Großstädten ist das normalerweise kein Problem, auf dem Land gestaltet sich die Sache aber meist deutlich schwieriger. Findet sich kein Partner, führen Sie notfalls Gespräche mit sich selbst, denn gerade beim Sprechen gilt: Übung macht den Meister.

Achten Sie zudem darauf, langsam und deutlich zu sprechen. Sie signalisieren Ihrem Gegenüber damit, dass Sie die Sprache noch nicht perfekt beherrschen, und animieren ihn so dazu, ebenfalls langsam und deutlich zu sprechen. Versuchen Sie außerdem, sich auf bekannte Themengebiete zu konzentrieren. Das verstärkt den Übungseffekt und gibt Sicherheit, sodass die Sprechangst nach und nach schwindet.

Warten Sie keinesfalls mit dem Sprechen, bis Sie die Sprache (oder auch nur die Grundlagen) perfekt beherrschen. Denn zum einen können sich so Fehler verfestigen, die sich eingeschlichen haben – und die wird man nur schwer wieder los – zum anderen verschenken Sie so sehr viel Potential. Denn jedes Gespräch ist nicht nur eine Chance, Fehler zu machen, es ist auch eine Chance, aus diesen Fehlern zu lernen. Je häufiger Sie es mit dem Sprechen versuchen, desto sicherer werden Sie – und irgendwann werden Sie sich in der Fremdsprache unterhalten, ohne noch groß darüber nachzudenken.

Fazit

Sprachen sind beruflich und kulturell ein wahrer Türöffner. Sie werden von Fremdsprachenkenntnissen aber nur wirklich profitieren können, wenn Sie die Sprache in all ihren Formen beherrschen – und dazu gehört auch das Sprechen. Fangen Sie daher so früh wie möglich mit dem Sprechen an – vor allem, wenn Sie wissen, dass Sie an Sprechangst leiden – und nutzen Sie den Übungs- und Lerneffekt, den Gespräche mit Muttersprachlern haben. Die Angst vor dem Versagen ist dabei meist völlig unbegründet – Sie würden doch auch keinen Engländer, Senegalesen oder Japaner auslachen, der Sie in gebrochenem Deutsch nach dem Weg fragt. Also, worauf warten Sie noch? Machen Sie Ihren Traum, eine Fremdsprache zu beherrschen, endlich wahr – und mit den Kursen von Linguajet haben Sie den perfekten Einstieg. Probieren Sie es doch einfach einmal aus!

 

Quellen:

  • https://talkreal.org/blog/angst-vorm-sprechen/
  • https://www.worddive.com/blog/de/wie-man-seine-angst-eine-fremde-sprache-zu-sprechen-ueberwindet/
  • https://www.worddive.com/blog/de/wie-man-seine-angst-eine-fremde-sprache-zu-sprechen-ueberwindet/
  • https://blog.esl.de/blog/sprachen-lernen/angst-fuerchten-sprechen-fremdsprache/

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