Mit Dekodierung neue Welten entdecken


Sprache und Kultur sind eng miteinander verbunden. Ohne kulturelles Verständnis ist es daher sehr schwer, eine Sprache wirklich zu erlernen. Aber mit der Birkenbihl Methode steht Ihnen das perfekte Werkzeug zur Verfügung, in Sprache UND Kultur abzutauchen.

Wer eine Sprache lernen möchte, der muss sich fast zwangsläufig auch mit Übersetzungen beschäftigen. Denn um eine Fremdsprache zu verstehen, muss man sie übersetzen – ob das im Kopf oder auf dem Papier geschieht, ist eher zweitrangig. Aber wie funktioniert das genau? Nun, jeder, der schon einmal damit begonnen hat, eine Fremdsprache zu lernen, wird sicher bestätigen können, dass eine direkte Eins-zu-eins-Übersetzung nicht zielführend ist. Das lässt sich ganz einfach an einem Beispiel aufzeigen: Wer im Englischen von einem „jet“ spricht, meint damit vielleicht ein düsengetriebenes Flugzeug – vielleicht aber auch nur einen Wasserstrahl.

Aber nicht nur Wörter mit mehreren Bedeutungen machen direkte Übersetzungen weitgehend nutzlos, auch der kulturelle Aspekt von Sprache wirkt sich darauf aus. Eine einfache Aussage wie „Bitte entschuldigen Sie, ich bin eine halbe Stunde zu spät!“ wäre im Deutschen vollkommen in Ordnung – im Japanischen könnte sie aber durchaus problematisch sein, da bei einer höhergestellten Person eine einfache Entschuldigung nicht ausreichend ist.

Diese Verbindung aus Kultur und Sprache erschwert das Lernen – sie ist aber auch eine wunderbare Chance, neben der Sprache auch die Kultur kennenzulernen und diese zu verstehen. Denn wahre Erkenntnis ergibt sich erst aus dem Verständnis von Sprache UND Kultur. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie dieses Ziel erreichen – und wieso die Birkenbihl Methode das ideale Werkzeug dafür ist.

Sprache und Kultur – untrennbar miteinander verbunden

Bevor wir uns aber mit den Möglichkeiten beschäftigen, Sprache und Kultur zu erfassen, soll es zunächst einmal um den Zusammenhang zwischen Kultur und Sprache gehen. Auf den ersten Blick ist der nämlich gar nicht so offensichtlich – insbesondere dann, wenn nur einfache Konzepte vermittelt werden sollen. Fragt man zum Beispiel im Deutschen „Wie alt bist du?“, ist der Aufbau dieser Frage im Englischen – „How old are you?“ – exakt gleich. Hier würde man also sogar mit einer Eins-zu-eins-Übersetzung weiterkommen. Wieso lässt sich das nicht einfach auch auf andere Sätze übertragen?

Nun, die kurze Antwort auf diese Frage lautet: Weil die Kultur und die Lebenswirklichkeit die Struktur und die Verwendung der Sprache beeinflussen. Im Englischen gibt es beispielsweise nur eine Form der Anrede, die in allen Situationen verwendet wird. Die Beziehung zwischen Sprecher und Angesprochenen ergibt sich hier eher durch die Verwendung von Titeln. Möchte etwa ein Verkäufer einem Kunden seine Hilfe anbieten, würde er im Englischen also „May I help you, Sir?“ sagen. Im Deutschen wäre der Titel „Sir“ – beziehungsweise eine deutsche Entsprechung – dagegen nicht unbedingt nötig, da die Beziehung zwischen Verkäufer und Kunde bereits durch die höfliche Anredeform „Sie“ klargestellt wird.

Die Unterschiede zwischen den kulturellen Eigenheiten von Sprachen fallen dabei umso gravierender aus, je weiter die Kulturen voneinander „entfernt“ sind. Damit ist natürlich nicht die räumliche Entfernung gemeint, jedoch verstärkt eine räumliche Trennung diese Unterschiede in der Regel. Zwischen einem Deutschen und einem Franzosen wird es also im Normalfall seltener zu Missverständnissen kommen als zwischen einem Deutschen und einem Chinesen. Allerdings sind auch bei „verwandten“ Kulturen durchaus Missverständnisse möglich. Insbesondere bei gesellschaftlicher Interaktion kann fehlendes kulturelles Verständnis schnell zu Problemen führen. Was ursprünglich als Kompliment gemeint war, kann so zu einer unvorteilhaften Anmerkung werden – und somit zu einem kräftigen Tritt ins Fettnäpfchen. Ähnlich sieht es bei Bitten oder Entschuldigungen aus, wie wir bereits in der Einleitung am Beispiel der japanischen Sprache aufgezeigt haben.

Neben der unterschiedlichen Interpretation und Bedeutung von Wörtern gibt es darüber hinaus auch noch sehr viel grundlegendere Unterschiede zwischen Sprachen und Kulturen. Die im Deutschen übliche Einteilung von Farben – Rot, Grün, Gelb, Blau, Braun, Grau – erscheint uns ganz selbstverständlich. Das dem aber nicht so ist, lässt sich ganz einfach am Beispiel des Walisischen verdeutlichen. Hier gibt es etwa keine Wörter für Blau, Grau oder Braun, dafür gibt es Bezeichnungen für Farben, die sich irgendwo zwischen Blau und Grau beziehungsweise Braun und Grau bewegen. Hinzu kommt, dass das sprachliche Geschlecht eines Worts Einfluss darauf hat, welche Eigenschaften damit in Verbindung gebracht werden.

Zu guter Letzt bestimmen außerdem kulturelle Vorstellungen die Verwendung von Sprache. Ein ganz extremes Beispiel hierfür hat Vera Birkenbihl in einem ihrer Vorträge vorgestellt. Wird das chinesische Schriftzeichen für „Frau“ zwei Mal hintereinander verwendet, bedeutet das „Streit“, schreibt man es drei Mal hintereinander, heißt das „Gerücht“. Diese Bedeutungsherleitung wirkt im Deutschen völlig deplatziert und ist daher nur schwer nachvollziehbar. Für Chinesen ist sie dagegen ganz normal, sodass sie nicht verstehen können, wieso diese Wortzusammensetzung bei Deutschen für Verwunderung sorgt. Eines zeigt dieses Beispiel aber ganz deutlich: Ohne Verständnis der Kultur ist sehr schwer, eine Sprache wirklich zu erlernen.

Linguistik – das wissenschaftliche Gerüst fürs Sprachenlernen

Sprache und Kultur sind also eng miteinander verbunden. Diese Erkenntnis ist natürlich keineswegs neu, und so verwundert es auch nicht, dass es eine ganze Wissenschaft gibt, die sich mit diesem Thema beschäftigt: die Sprachwissenschaft. Neben „Sprachwissenschaft“ ist auch die Bezeichnung „Linguistik“ üblich, wobei die beiden Begriffe aber nicht immer synonym verwendet werden. Allgemein versteht man unter Linguistik die Betrachtung der Struktur und Funktion von Sprachen, etwa anhand von sozialen oder demografischen Faktoren. Bei der Sprachwissenschaft geht es dagegen mehr um den Sprachgebrauch im gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhang. Da diese Unterscheidung aber nur im wissenschaftlichen Bereich von Bedeutung ist und selbst Wissenschaftler die Begriffe synonym verwendet, werden wir das hier auch tun.

Die Sprachwissenschaft wird in drei Teilbereiche untergliedert:

  • Allgemeine Sprachwissenschaft
  • Angewandte Sprachwissenschaft
  • Vergleichende Sprachwissenschaft

Die Allgemeine Sprachwissenschaft beschäftigt sich mit dem Aufbau und der Systematik von Sprachen, also etwa mit Syntax, Phonetik und Ähnlichem. Bei der Angewandten Sprachwissenschaft geht es um den Zusammenhang zwischen Sprache und bestimmten Teilbereichen der „realen Welt“. Hierunter fallen zum Beispiel die Forensische Linguistik, also die Untersuchung von Sprache zu kriminalistischen Zwecken, oder die Neurolinguistik, bei der die Verarbeitung von Sprache im Gehirn betrachtet wird. Und dann wäre da noch die Vergleichende Sprachwissenschaft, bei der Sprachen anhand bestimmter Kriterien wie regionaler Verbreitung oder historischer Entwicklung miteinander verglichen und untersucht werden.

Da es in diesem Artikel vor allem um die Zusammenhänge zwischen Kultur und Sprache gehen soll, legen wir den Fokus nun auf die Erkenntnisse aus der Vergleichenden Sprachwissenschaft. Eine der wichtigsten Feststellungen ist dabei die Klassifizierung von Sprachen anhand von Sprachfamilien. So gehören zum Beispiel praktisch alle europäischen Sprachen zur Familie der indoeuropäischen Sprachen, die auch als indogermanische Sprachen bezeichnet werden. Lediglich Finnisch und Ungarisch fallen hier aus dem Rahmen, sie gehören zu den uralischen Sprachen und unterscheiden sich in ihrem Aufbau deutlich von den anderen europäischen Sprachen. So gibt es im Finnischen statt der im Deutschen üblichen vier Fälle ganze fünfzehn, außerdem existieren noch zwölf sogenannte Adverbialkasus, sodass die finnische Sprache auf insgesamt 27 Fälle kommt.

Neben diesen eher theoretischen gibt es aber auch ganz praktische Erkenntnisse aus der Vergleichenden Sprachwissenschaft. So wird in diesem Teilbereich der Linguistik beispielsweise erforscht, wie sich regionale Gegebenheiten und Bevölkerungsbewegungen auf einzelne Sprachen sowie auf Dialekte innerhalb einer Sprache auswirken. Selbst bei einer Sprache wie Deutsch, die nur in einem relativ kleinen Gebiet auf der Welt gesprochen wird, gibt es bereits massive regionale Unterschiede, die auf die kulturelle und geschichtliche Entwicklung zurückzuführen sind. Das kann man an einem ganz einfachen Beispiel aufzeigen: Stellt man einen Österreicher und einen Ostfriesländer nebeneinander und lässt sie ein und denselben Satz sagen, könnte man meinen, die beiden sprechen zwei unterschiedliche Sprachen. Für viele Begriffe – insbesondere solche, die eng mit der Kultur der Region verbunden sind – gibt es eigenständige Bezeichnungen. Selbst bei „gemeinsam“ verwendeten Wörtern unterscheiden sich Aussprache und Betonung so stark, dass sie selbst für einen Muttersprachler nicht immer zu verstehen sind.

Zwar gab es im Zuge der Bildung der Nationalstaaten die Bestrebung, die jeweilige Landessprache zu vereinheitlichen – regional und kulturell bedingte Eigenheiten sind dabei aber erhalten geblieben und für das Verständnis der Sprache heute noch von Bedeutung. Ein sehr gutes Beispiel hierfür sind Redewendungen, die nur ganz selten Sprachgrenzen überwinden. Stehen jemandem „die Haare zu Berge“, ist den meisten Österreichern, Schweizern und Deutschen sofort klar, was damit gemeint ist. Lernt jemand aber Deutsch als Fremdsprache, wird er die Bedeutung dieser Redewendung kaum sofort erkennen. Ganz ähnlich sieht es bei der Literatur aus, denn in der Regel werden hier Themen behandelt, die von kultureller Bedeutung sind. Wer also die Kultur nicht kennt, dem wird sich auch nicht die tiefere Bedeutung der Literatur erschließen.

Kultur UND Sprache erfassen – mit der Birkenbihl Methode

Sowohl die Erfahrungen aus dem Alltag als auch die Wissenschaft liefern die Erkenntnis: Sprache und Kultur sind eng miteinander verbunden. Möchten Sie also eine Sprache erlernen, sollten Sie sich daher möglichst auch mit der Kultur beschäftigen und diese quasi „mitlernen“. Die Frage ist nur: Wie geht das?

Nach all der Theorie haben Sie vielleicht den Eindruck gewonnen, dafür wäre ein sprach- oder kulturwissenschaftliches Studium nötig – aber das stimmt zum Glück nicht. Stattdessen kommen wir nun auf das Werkzeug zurück, das wir bereits in der Einleitung erwähnt hatten: die Birkenbihl Methode. Ein zentrales Element bei dieser Methode ist die Dekodierung des Ausgangstexts. Auf den ersten Blick mag der entschlüsselte Text zwar wie eine etwas schräge Eins-zu-eins-Übersetzung aussehen, aber es steckt sehr viel mehr dahinter.

Wie der Name schon sagt, wird der Ausgangstext nämlich beim Dekodieren nicht einfach nur stumpf übersetzt, sondern er wird entschlüsselt und in die eigene Muttersprache übertragen. Auf diese Weise lernen Sie die einzelnen Wörter im jeweiligen Kontext kennen und können sich so ihre Bedeutung in der Fremdsprache erschließen. So ist auch ausgeschlossen, dass es zu Fehlinterpretationen kommt, sogenannten „Falschen Freunden“. Oft gibt es nämlich in zwei Sprachen Begriffe, die ähnlich geschrieben werden oder ähnlich klingen, aber ganz unterschiedliche Bedeutungen haben. Stolpert ein Anfänger etwa über die englischen Wörter „brave“, „chance“ und „eventually“, könnte er schnell auf die Idee kommen, dass sie „brav“, „Chance“ und „eventuell“ bedeuten. Bei der Birkenbihl Methode lernt er dagegen durch das Dekodieren direkt die korrekten Übersetzungen, nämlich „tapfer“, „Gelegenheit“ und „schließlich“.

Bei Wörtern mit mehreren Bedeutungen ist das Dekodieren ebenfalls sehr hilfreich, da die Übersetzung des Wortes in den Kontext des Satzes eingebettet ist. So ist sichergestellt, dass das Gehirn die jeweilige Bedeutung einem bestimmten Sinnzusammenhang zuordnet – und Sie bei einer „personal file“ an eine Personalakte und nicht etwa an eine persönliche Feile denken.

Das Dekodieren hilft also dabei, ein Gefühl für die Sprache und die Verwendung bestimmter Wörter zu bekommen. Das gibt natürlich enorm viel Sicherheit und erleichtert es, das Gelernte ohne Hemmungen oder Angst vor Fehlern anzuwenden. Und Praxis ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren beim Erlernen von Sprachen – nicht umsonst heißt es: Übung macht den Meister.

Ein weiterer Vorteil der Dekodierung ist, dass Sie auf diese Weise die Sprache in ihrer Gesamtheit lernen. Sie pauken also nicht einzeln Vokabeln und Grammatik, sondern lernen alles „in einem Aufwasch“. Das führt einerseits dazu, dass Sie mit sehr viel weniger Aufwand sehr viel mehr erreichen als beim „klassischen Lernen“, zum anderen geht Ihnen die Verwendung der Sprache in Fleisch und Blut über. Sie müssen also das, was Sie sagen wollen, nicht erst in Ihrem Kopf in die Fremdsprache übersetzen, sondern können direkt anfangen zu sprechen. Dadurch sinkt ebenfalls die Hemmschwelle beim Sprechen und Sie werden das Gelernte selbst in ungewohnten oder fremden Situationen problemlos anwenden können.

Fazit

Um eine Sprache zu lernen, reicht es nicht, einfach nur die Bedeutung einzelner Wörter oder Grammatikregeln zu verinnerlichen. Vielmehr müssen Sie die inhaltlichen und kulturellen Zusammenhänge erkennen können, in die ein Satz eingebettet ist. Dabei kann die Birkenbihl Methode ein ausgesprochen hilfreiches Werkzeug sein, da Sie durch die Dekodierung des Ausgangstexts die Bedeutung eines Satzes in seiner Gesamtheit erfassen und zudem die Verwendung bestimmter Wörter im jeweiligen Kontext lernen. Dieses ganzheitliche Verständnis hilft dabei, die Angst vor Fehlern abzubauen, und erleichtert es so, das gelernte Sprachwissen auch anzuwenden. Außerdem fällt es Ihnen so viel leichter, die kulturellen Eigenheiten einer Sprache zu erkennen und sich die Kultur eines Landes zu erschließen.

Darüber hinaus zeichnet sich die Birkenbihl Methode durch ihre Effizienz aus, sodass Sie bereits mit relativ geringem Aufwand erstaunliche Ergebnisse erzielen können. Probieren Sie es doch einfach mal aus und melden Sie sich für einen kostenlosen Probekurs bei Linguajet an!

Machen Sie Ihren Sprachtraum wahr!

Sprachen lernen war noch nie so einfach. Beginnen Sie jetzt und überzeugen Sie sich selbst.