Ohne Worte – verschiedene Handzeichen und ihre Bedeutung auf der Welt


Sie reisen ins Ausland, aber das Schulenglisch ist schon etwas eingerostet? Kein Problem, mit Händen und Füßen kommt man doch immer irgendwie weiter… oder? Meist stimmt diese Aussage zwar, aber mit den falschen Gesten können Sie sich im Ausland auch schnell Ärger einhandeln – wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Steht eine Reise in ein anderes Land an – ganz gleich, ob aus beruflichen oder privaten Gründen – ist es natürlich ein Vorteil, wenn man die Landessprache beherrscht. Allzu oft verlassen sich Reisende aber auf ihre Englischkenntnisse, und notfalls macht man sich eben mit „Händen und Füßen“ verständlich. Das sollte doch eigentlich kein Problem sein, schließlich gehört das Gestikulieren fest zur Sprache und unterstreicht die Bedeutung der Aussage. Irgendwie wird man sich da doch verständlich machen können… oder?

Gerade bei letzterer Variante sollten Sie allerdings vorsichtig sein, denn Handzeichen, die hierzulande alltäglich und geläufig sind, können in anderen Ländern eine völlig andere Bedeutung haben. Mit einer unüberlegten Geste können Sie also schnell ins Fettnäpfchen treten oder im schlimmsten Fall Ihrem Gegenüber eine handfeste Beleidigung an den Kopf werfen. Um Ihnen die schwerwiegendsten Fauxpas zu ersparen, haben wir einige der gängigsten Handzeichen weltweit und deren Bedeutung für Sie zusammengestellt.

Daumen hoch für die Völkerverständigung?

Wenn gerade etwas gut läuft oder man mit der Situation zufrieden ist, dann gibt es eine Geste, die das ganz klar zum Ausdruck bringt: die Faust mit dem nach oben gestreckten Daumen. Selbst in die Alltagssprache hat es die Handbewegung schon geschafft – Aussagen wie „Das Hotel ist auf jeden Fall super, Daumen hoch!“ klingen keineswegs ungewohnt und finden sich so oder so ähnlich sicherlich zu hunderten bei Bewertungen von Ferienunterkünften. Für Westeuropäer ist es daher kaum vorstellbar, dass der ausgestreckte Daumen noch eine andere Bedeutung haben kann.

In Russland, in bestimmten Regionen Afrikas und im Mittleren Osten gilt der „Daumen hoch“ jedoch als Beleidigung, in der Türkei fordert man so sogar mit Nachdruck zu sexuellen Handlungen auf. Wenn der Kellner an der türkischen Riviera Ihnen das nächste Mal also einen Drink bringt, sagen Sie lieber „Çok teşekkürler“ oder einfach „Thank you“, anstatt den Daumen zu heben.

Ganz ähnlich wie beim „Daumen hoch“ sieht es auch beim aus der Tauchersprache bekannten Zeichen für „Alles okay“ aus. Dabei formen Daumen und Zeigefinger einen Ring, während die anderen Finger gerade ausgestreckt werden. In vielen europäischen Ländern zeigt man damit auch über Wasser, dass alles in Ordnung ist. In Frankreich, Belgien und Tunesien bezeichnet man mit dieser Geste sein Gegenüber allerdings als Null, in Südeuropa ist sie eine grobe Beleidigung und im Nahen Osten werden damit Homosexuelle beleidigt und diskriminiert.

Und selbst beim allseits bekannten und beliebten „Victory-Zeichen“, bei dem Zeige- und Mittelfinger ausgestreckt werden, können Sie sich in die Bredouille bringen. In Griechenland zeigt man nämlich so an, dass der andere zur Hölle fahren soll, in Großbritannien und Australien gilt die Geste als grobe Beleidigung – allerdings nur, wenn dabei der Handrücken nach vorne zeigt.

Kleine Gesten – große Verwirrung

Neben diesen drei Handzeichen, die – falsch eingesetzt – zu heftigen Verstimmungen führen können, gibt es noch eine Vielzahl weiterer Gesten mit mehreren Bedeutungen. Zum Glück fallen die Reaktionen hier aber in der Regel nicht ganz so heftig aus. Trotzdem sollten Sie aber natürlich versuchen, diese Zeichen in den falschen Situationen zu vermeiden.

Streckt man zum Beispiel kleinen und Zeigefinger ab und winkelt die anderen Finger an, gilt das bei uns als üblicher Gruß unter Fans von Heavy-Metal-Musik. In Spanien und Italien zeigt man dagegen so an, dass ein Mann „gehörnt“ wurde, ihn seine Frau also betrogen hat. In Südamerika gilt das Zeichen wiederum als Schutz vor Unheil.

Der „Schlag in die offene Hand“ hat auf der Welt ebenfalls sehr unterschiedliche Bedeutung. In Europa und Nordamerika zeigt man damit seinem Gegenüber, dass es gleich Ärger gibt. Ganz anders ist das in Teilen Westafrikas, denn hier erklärt man mit dem Schlag in die Hand, dass man mit etwas einverstanden ist. Und im Nahen Osten gilt die Geste als Aufforderung zum Sex – machen Sie Ihrem Ärger im Ausland also besser anderweitig Luft.

Selbst bei ganz einfachen Dingen wie dem Zählen mit den Fingern kann es in anderen Ländern zu Missverständnissen kommen. Streckt man in Deutschland in der Kneipe Daumen und Zeigefinger aus, wird die Bedienung kurz darauf mit zwei Bier am Tisch stehen. In einem englischen Pub hätte sie dagegen nur ein Bier dabei, in China gleich acht Stück. In den USA käme sie sogar ganz ohne Getränke an den Tisch, denn dort ruft man mit dieser Geste lediglich den Kellner zu sich an den Tisch.

Reden ist eben doch oft Gold

Wie Sie sehen, ist die Verständigung mit Händen und Füßen gar nicht so einfach, wie man im ersten Moment vielleicht denken würde. Hinzu kommt, dass Sie Ihrem Gegenüber im besten Fall so nur einige grundlegende Dinge klarmachen können, selbst wenn Sie alle Missverständnisse vermeiden. Da ist es doch sinnvoller, gleich die Landessprache zu lernen oder zumindest das Schulenglisch aufzufrischen – vor allem, wenn das Lernen mit wenig Aufwand verbunden ist.

Wie das funktionieren soll? Ganz einfach, mit Linguajet und der Birkenbihl-Methode. Der von Vera F. Birkenbihl entwickelte Ansatz ist auf die natürlichen Lernprozesse im Gehirn ausgerichtet und daher besonders effektiv. Sie dekodieren dabei die Fremdsprache, hören Sie zugleich und können die Informationen so sehr schnell aufnehmen. Zudem nutzt die Birkenbihl-Methode den „Nachlern-Effekt“ aus – das Gehirn verarbeitet den Lernstoff nämlich unterbewusst noch einige Minuten, nachdem Sie mit dem Lernen fertig sind. Daher sind die Lektionen stets in kurze, rund zehnminütige Abschnitte unterteilt, die mehrfach am Tag wiederholt werden, um von der unterbewussten Lernleistung des Gehirns möglichst stark zu profitieren. Zusätzlich hat diese Einteilung den Vorteil, dass sich die Lektionen problemlos in den Tagesablauf integrieren lassen, zumal Sie dank der Linguajet-App praktisch zu jeder Zeit und überall lernen können. Lästiges Vokabelpauken und staubtrockene Grammatiklektionen entfallen dafür ganz.

Die Birkenbihl-Methode ist also die perfekte Lösung, wenn Sie sich ohne viel Aufwand verständigen können und Land und Leute wirklich kennenlernen wollen – ganz ohne lästige und mitunter peinliche Missverständnisse. Probieren Sie es doch einfach einmal aus und melden Sie sich für einen Testkurs bei Linguajet an!

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