5 Tipps fürs Sprachenlernen im Selbststudium


Wollen Sie eine Sprache lernen, stehen Ihnen verschiedene Optionen offen. Das Lernen im Selbststudium wäre eigentlich für viele interessant. Trotzdem glauben die meisten, dass ihnen die Selbstdisziplin dafür fehlt. Überbordende Selbstdisziplin braucht es allerdings gar nicht, denn mit ein paar Tricks können Sie sich das Lernen in Eigenregie sehr viel leichter machen.

Die Möglichkeiten, eine Sprache zu lernen, sind vermutlich fast ebenso vielfältig wie die Gründe dafür. Ob Sprachreise, Sprachkurs oder Lernen in der Gruppe, es gibt zahlreiche Varianten, die Erfolg versprechen. Eine davon wird allerdings weitgehend ignoriert: das Lernen im Selbststudium. Denn die meisten Leute fürchten, dass ihnen die Selbstdisziplin fehlt, um auf sich allein gestellt sinnvoll zu lernen. Diese Angst ist jedoch weitgehend unbegründet, denn mit der richtigen Herangehensweise überwinden Sie den inneren Schweinehund – und das Selbststudium wird zur perfekten Wahl, wenn Sie etwa Englisch fließend sprechen lernen wollen.

Selbst ist der Sprachschüler …?

Bevor wir zu unseren Tipps fürs Selbststudium kommen, müssen wir aber zunächst einmal klären, wieso Sie sich überhaupt für diese Variante entscheiden sollten. Denn mehr Selbstdisziplin, das klingt erst einmal anstrengend bis abschreckend – es muss also Vorteile geben, die das wieder aufwiegen.

Und die gibt es natürlich auch. Da wären zum Beispiel die Kosten, die bei einem Selbststudium naturgemäß viel geringer sind als bei einem Sprachkurs oder einer Sprachreise. Mehr als ein Lehrbuch braucht es nämlich nicht, um mit dem Lernen in Eigenregie zu beginnen. Zudem haben Sie, wenn Sie allein lernen, den Vorteil, dass Sie sich Ihre Zeit frei und flexibel einteilen können. So ist es kein Problem, wenn Ihnen einmal etwas dazwischenkommt oder das Wetter einfach zu schön ist, um zuhause in der Wohnung zu lernen. Ähnlich sieht es bei den Lernthemen aus, denn auch die können Sie beim Selbststudium frei bestimmen. Selbstverständlich ergibt es wenig Sinn, wenn Sie mit Lektion neun anfangen, nur weil Sie es können – aber Sie können sich zum Beispiel mit Themen befassen, die Sie persönlich interessieren, oder weitgehend auf einen theoretischen Überbau aus Grammatikregeln verzichten. Gerade die freie Wahl der Lernmethode ist ein großer Vorteil, denn so können Sie sich für eine Variante entscheiden, mit der Sie gut zurechtkommen und schnell Erfolge erzielen – aber dazu gleich mehr. Kommen wir jetzt zu unseren 5 Tipps fürs Sprachenlernen im Selbststudium.

1. Lernen am richtigen Ort

Bei einem Sprachkurs haben Sie nicht die Möglichkeit zu bestimmen, wo Sie lernen wollen. Bei einem Selbststudium können Sie sich dagegen frei für einen Ort entscheiden. Dabei sollten Sie allerdings ein paar Dinge beachten, denn die Lernumgebung kann sich ganz massiv auf Ihren Lernerfolg auswirken.

So ist es zum Beispiel wichtig, dass es um Sie herum nicht zu viele Ablenkungen gibt. Was das jeweils sein kann, ist sehr individuell, denn jeder lässt sich durch andere Dinge ablenken. Die „üblichen Verdächtigen“ – Laptop, Smartphone und Fernseher – sollten aber in jedem Fall außer Reichweite sein, sofern Sie sie nicht fürs Lernen brauchen. In den meisten Fällen ist auch eine saubere und aufgeräumte Lernumgebung empfehlenswert, denn so fühlen Sie sich wohl und können sich voll und ganz auf den Lernstoff konzentrieren.

Darüber hinaus sollten Sie auf eine gute Ausleuchtung – im Idealfall mit Tageslicht – achten, denn Licht ist nicht nur beim Durcharbeiten der Lehrbücher nötig, sondern hellt auch die Stimmung auf und sorgt so meist für mehr Motivation. Eine gute Belüftung oder regelmäßiges Lüften sind ebenfalls sinnvoll. Entscheidend ist vor allem, dass Sie sich wohlfühlen, denn nur so werden Sie sich auf lange Sicht motivieren können, wenn Sie in Eigenregie Spanisch oder Englisch sprechen lernen wollen.

2. Frühaufsteher oder Morgenmuffel?

Wie bei den meisten anderen Tätigkeiten gibt es auch beim Lernen günstige und weniger günstige Zeiten. Der eine kommt vielleicht erst um neun oder zehn aus dem Bett und gegen Mittag richtig in die Gänge, während der andere beim ersten Sonnenstrahl wach und eine Viertelstunde später bereit für den Tag ist. Probieren Sie also am besten aus, wann Sie am leistungsfähigsten sind, und versuchen Sie, Ihre Lernzeiten entsprechend zu legen. Das ist möglicherweise nicht immer machbar, aber wenn Sie allgemein in Ihren Leistungshochphasen lernen, werden Sie sehr viel schneller vorankommen.

3. Die Sache ernst nehmen

Eine große Gefahr beim Lernen im Selbststudium ist, dass durch die vielen Freiheiten ein wenig der Ernst verloren geht. Wollen Sie besser Englisch sprechen lernen, sagen sich aber immer wieder „Ich mache das ja nur zum Spaß!“, wird das über kurz oder lang dazu führen, dass Sie die Sache nicht mehr wirklich ernst nehmen. Das ist natürlich Gift für die Motivation und den Lernerfolg.

Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie das Lernen zu etwas „Offiziellem“ machen. Deklarieren Sie Ihre Bemühungen im heimischen Wohnzimmer einfach zu einem Sprachkurs um und machen Sie sich zu einem Sprachstudenten. Dadurch stellen Sie das Selbststudium auf eine Stufe mit dem Yoga-Kurs, dem Fußballtraining oder dem Ausflug mit dem Wanderverein – diese wöchentlichen Veranstaltungen lassen Sie sich dann genauso wenig entgehen wie Ihren ganz persönlichen Sprachkurs.

4. Auf Wiedersehen, Perfektionismus!

Bei aller gebotenen Ernsthaftigkeit und Selbstdisziplin darf eines beim Lernen keinesfalls zu kurz kommen: der Spaß. Gerade am Anfang werden Sie zwangsläufig noch Fehler machen – aber lassen Sie sich davon nicht aufstacheln und versuchen Sie nicht, eine Lektion gleich beim ersten Mal perfekt durchzuarbeiten und zu beherrschen.

Wenn Sie im Selbststudium eine Sprache lernen, tun Sie das in der Regel für sich selbst, und nicht, weil Sie die Sprache beispielsweise für den Beruf brauchen. Sie opfern dafür also Ihre Freizeit – dementsprechend sollte die ganze Sache auch Spaß machen. Lassen Sie sich Zeit, wählen Sie Themen aus, die Sie persönlich interessieren, und verzweifeln Sie nicht, nur weil Sie vielleicht ein gestecktes Ziel nicht sofort erreicht haben. Sie haben letztlich alle Zeit der Welt, also machen Sie das Lernen zu einem spaßigen und unterhaltsamen Erlebnis, und nicht zu einer qualvollen Tour de Force.

5. Die richtige Lernmethode

Es kommt natürlich nicht nur darauf an, wann und wo Sie lernen, sondern auch wie. Persönliche Vorlieben spielen dabei selbstverständlich eine große Rolle, allgemein ist beim Lernen im Selbststudium aber eine Methode empfehlenswert, die möglichst einfach ist und entsprechend nicht so viel Selbstdisziplin erfordert.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Birkenbihl Methode. Die Lektionen sind hier bewusst kurz gehalten, damit sie sich gut in den Tagesablauf integrieren lassen, und Sie müssen sich lediglich Text anhören und diesen mitlesen oder mitsprechen. Beim passiven Hören können Sie neben dem Lernen sogar noch etwas Anderes erledigen. Das alles erfordert wenig Selbstdisziplin; die Gefahr, dass Sie schnell die Motivation verlieren, ist daher entsprechend gering.

Fazit

Sprachen im Selbststudium zu lernen, ist durchaus möglich – und mit der richtigen Vorbereitung keineswegs weniger erfolgversprechend als andere Lernmethoden. Zudem genießen Sie so alle Freiheiten und können lernen, wie es Ihnen am besten passt. In Verbindung mit der passenden Lernmethode – wie etwa der Birkenbihl Methode – kommen Sie so schnell und unkompliziert ans Ziel. Probieren Sie es doch einfach mal aus und buchen Sie eine der kostenlosen Testlektionen bei Linguajet!

 

Quellen:

  • https://untangledforyou.wordpress.com/2018/02/01/ich-als-moechtegern-student-tipps-fuers-selbststudium/
  • https://www.tagesanzeiger.ch/wetter/sales/publireportagen/Effizientes-Lernen--Wertvolle-Tipps-der-Fernfachhochschule-Schweiz-/story/16437539

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