Vera F. Birkenbihl – ein Leben für das Lernen


Ein Blick auf eine außergewöhnliche Frau und ihre außergewöhnlichen Lernmethoden.

Vera F. Birkenbihl – „Je klarer die Zielvorstellung, desto klarer der Erfolg.“

Erinnern Sie sich noch an den Fremdsprachenunterricht in Ihrer Schulzeit und das damit verbundene Vokabelpauken? War es Ihnen so lästig, dass Sie sich heute davor scheuen, eine neue Sprache zu erlernen? Dann wird es Sie freuen, zu hören, dass es auch andere Lernansätze gibt, die Ihnen das sture Auswendiglernen ersparen. Vera F. Birkenbihl hat unter anderem eine Methode entwickelt, mit welcher man spielerisch und zwanglos Sprachen lernen kann.

Sie erfahren im folgenden Artikel mehr über Vera. F. Birkenbihl und ihre Lernmethoden.

Die Person Vera F. Birkenbihl

Als Tochter des Unternehmensberaters und Personaltrainers Michael Birkenbihl wurde Vera F. Birkenbihl 1946 in München geboren. Sie studierte nach Abschluss der Schulzeit Psychologie und Journalismus in den USA. Seit 1969 entwickelte Sie unter anderem ihre so genannte „brain-friendly“, also gehirn-gerechte Lernmethode und brachte diese der Allgemeinheit nahe.

Erste Vorträge und Seminare hielt sie in den USA ab 1970. Nach ihrer Rückkehr nach Europa wurde sie als freie Trainerin und Autorin tätig.

Eine Querdenkerin sorgt für Gesprächsstoff

Vera F. Birkenbihl, von deren privatem Leben man recht wenig weiß, litt am Asperger-Syndrom, welches eine leichte Form des Autismus darstellt. Sie selbst sagte von sich: „Ich bin neuronal langsam. Neue Dinge zu lernen, fällt mir wahnsinnig schwer.“  Auch wenn Asperger-Patienten oft als hochbegabt eingestuft werden, ist es nachvollziehbar, warum sie Methoden für „gehirn-gerechtes“ Lernen entwickelte, wenn ihr das Lernen selbst so schwer fiel und sie mit den herkömmlichen Lernansätzen Schwierigkeiten hatte.

Das „gehirn-gerechte“ Lernen, das auf einer assoziativen Verknüpfung der vernachlässigten rechten Gehirnhälfte mit der linken Hemisphäre beruht, wurde zu Birkenbihls Markenzeichen.

Unter dem Begriff „gehirn-gerecht“ fasste sie Lern- und Lehrmethoden zusammen, welche nicht nur beim Sprachenlernen hilfreich sein können. Das Hauptaugenmerk liegt auf Anwendungsmöglichkeiten, die der natürlichen Arbeits- und Funktionsweise des menschlichen Gehirns entgegenkommen.

Diese Lernmethoden ergeben vor allem dann Sinn, wenn man die Kritik Birkenbihls am „stupiden“ Schul- und Lernsystem verfolgt. Zwangloses und spielerisches Lernen ohne starres Pauken nach fest vorgeschriebenen Regeln entsprechen den Idealvorstellungen von Vera F. Birkenbihl.

Nach der Birkenbihl-Methode sollten sich der Lernstoff und die damit verbundenen Lehr- oder Lernmethoden im Optimalfall dem Lernenden und seinen persönlichen Voraussetzungen und Ansprüchen anpassen. Stures Auswendiglernen und stundenlanges Wiederholen ist dabei kein Ziel. Natürlich kann man auf diese Art und Weise zum Beispiel eine Fremdsprache lernen. Doch bleibt diese dann nachhaltig im Gedächtnis? Wie viel wissen Sie denn noch von auswendig gelernten Stoffen aus der Schulzeit? Vermutlich nicht mehr ganz so viel.

Sie besitzen ein Gehirn? – Dann benutzen Sie es auch!

Da Vera F. Birkenbihl sich intensiv mit der Funktion des Gehirns und dessen Arbeitsweise auseinandersetzte, forderte sie in ihren Seminaren ihre Teilnehmer auf, von „Gehirnbesitzern“ zu „Gehirnbenutzern“ zu werden. Das Thema der spielerischen Wissensvermittlung und der entsprechenden Lernstrategien (NLLS = Non-Learning Learning-Strategies), die sowohl Lernenden als auch Lehrenden die praktische Arbeit erleichtern sollen, war bis zuletzt Schwerpunkt ihres Schaffens.

Ein wichtiger Aspekt, den Birkenbihl immer wieder aufgreift, ist zum Beispiel die Tatsache, dass das Gehirn Bilder sehr viel schneller verarbeitet als ausschließlich Gesprochenes. Dies ist ein Grund, warum sie ihre Lernmethoden gern visuell darstellte.

Auch lässt sich an bereits Gelerntes neues Wissen viel leichter anknüpfen. Man muss es nur geschickt anstellen und sein Gehirn fit genug halten, um sein Wissen gezielt abfragen zu können. Als Tipp hat Birkenbihl übrigens einen genauso simplen wie auch abwechslungsreichen Vorschlag, unsere „inneren Archive“ zu durchwühlen: Spielen Sie doch einfach mal wieder Stadt – Land – Fluss!

Birkenbihl, welche als eine der Erfinderinnen des Infotainment galt, prägte auch den Begriff des „Brain Managements“; eine weitere Lerntechnik.

Eine ausführliche Erklärung dazu finden Sie hier:

Vera F. Birkenbihl – eine Frau mit vielfältigen Interessen

Das Wissens- und Interessenspektrum von Vera F. Birkenbihl war breit gefächert.

Sie entwickelte zum Beispiel Strategien der Kommunikation, des Erfolgs und der Stressbewältigung und befasste sich intensiv mit dem Thema der Persönlichkeitsentwicklung. Mithilfe von Seminaren, Büchern und Vorträgen brachte sie diese dann an die Öffentlichkeit.

Doch auch Gebiete wie Kreativität, Zukunftstauglichkeit, Viren des Geistes, Unterschiede zwischen Männern und Frauen, Erfolgstraining und -strategien, Psychologie und vieles mehr interessierten Birkenbihl. Ihre bekanntesten Vorträge können Sie sich unter folgenden Links selbst ansehen:

Einen bekannten Namen machte sich Birkenbihl unter anderem mit ihren Büchern „Erfolgstraining – schaffen Sie sich Ihre Wirklichkeit selbst“, „Stroh im Kopf?“, „Kommunikationstraining“, „Der Birkenbihl-Power-Tag“ und „Freude durch Stress“. Bis zum Jahr 2000 erreichten ihre Print-, Audio- und Video-Veröffentlichungen eine Gesamtauflage von mehr als zwei Millionen Exemplaren. Ein beachtliches Ergebnis.

Insgesamt veröffentlichte Vera F. Birkenbihl über 30 Sachbücher und zahlreiche DVDs, auf denen man ihre Seminare nachverfolgen kann.

Erfolg kann kein Irrtum sein

Während man bereits 1999 Birkenbihl als Expertin in der Sendereihe „Alpha – Sichtweisen für das dritte Jahrtausend“ auf BR-alpha sehen konnte, stellte sie 2004 beim Bayerischen Rundfunk ihre Lernmethoden im Rahmen der selbst produzierten Sendereihe „Kopfspiele“ innerhalb von 22 Sendungen einem größeren Publikum vor.

Für die Frankfurter Allgemeine und den Harvard Business Manager schrieb Vera F. Birkenbihl zudem regelmäßig angeforderte Fachartikel.

Nach 35 Jahren Praxiserfahrung galt Birkenbihl als anerkannte Lerntrainerin, die auch im internationalen Rahmen gefragt war. Pädagogische Einrichtungen und Vertreter von Banken, Versicherungen und anderen Wirtschaftsbereichen galten als hochkarätige Klienten.

Mit „Birkenbihl on Management. Irren ist menschlich – managen auch“ brachte Vera F. Birkenbihl ein Seminarbuch auf den Markt, welches gezielt Führungskräfte aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik ansprach.

2008 wurde sie in die „Hall of Fame – German Speakers Association“ aufgenommen, woraufhin 2010 die Auszeichnung mit dem „Coaching Award" für „Besondere Leistungen und Verdienste“ folgte.

Vera F. Birkenbihl starb 2011 im Alter von 65 Jahren an den Folgen einer Lungenembolie. Ihre Methode bleibt jedoch unsterblich! Mit Linguajet kann man mit der Birkenbihl-Methode Sprachen lernen – und zwar ganz in Vera F. Birkenbihls Sinne: gehirn-gerecht.

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