Welche Sprachen sind für Deutschsprachige leicht zu lernen?


Sie suchen eine leichte Sprache, weil Sie wenig Zeit zum Lernen haben oder sich nicht überfordern wollen? Dann lesen Sie weiter, denn in diesem Artikel zeigen wir Ihnen, bei welchen Sprache Ihnen das Lernen besonders leichtfallen wird – und auf welche Stolpersteine Sie trotzdem achten müssen.

Die Gründe, eine Fremdsprache zu lernen, sind ebenso vielfältig und unterschiedlich wie die Menschen, die diese Sprachen lernen. Vielleicht müssen Sie beruflich nach Italien und wollen sich daher Sprachkenntnisse aneignen. Vielleicht kommt aber auch die große Liebe aus Frankreich und ist somit der perfekte Grund, Französisch zu lernen. Manchmal ist es aber auch gar nicht so entscheidend, welche Sprache Sie lernen – etwa, wenn Sie sich mit einer relativ leicht zu lernenden Sprache an das Thema „Fremdsprachen“ herantasten wollen. Oder wenn Sie beruflich stark ausgelastet sind und aus zeitlichen Gründen eine leichte Sprache lernen wollen.

Die Frage ist nur: Was ist eine „leichte Sprache“? Gibt es überhaupt so etwas wie „leichte Fremdsprachen für Deutsche“? Wir verraten Ihnen in diesem Artikel, mit welchen Sprachen Sie es beim Lernen besonders einfach haben – und auf was Sie dabei achten müssen.

Familienbande machen vieles leichter – auch bei Sprachen

Die heute gebräuchlichen Sprachen mögen sehr unterschiedlich sein, aber sie sind natürlich nicht im „luftleeren Raum“ entstanden. Kulturelle und geografische Nähe hat dafür gesorgt, dass viele Sprachen Gemeinsamkeiten aufweisen, die das Lernen leichter machen. Man spricht dabei von sogenannten Sprachfamilien, die sich häufig noch in Unterfamilien gliedern lassen. Deutsch gehört etwa zur Familie der indogermanischen Sprachen, die unter anderem auch Englisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch, Isländisch, Dänisch, Hindi und Russisch umfasst. Die Gemeinsamkeiten dieser Sprachen sind allerdings – wie Sie sich vermutlich schon denken können – recht überschaubar.

Für Sprachbegeisterte aus dem deutschsprachigen Raum ist die Unterfamilie der westgermanischen Sprachen sehr viel interessanter, denn hier finden sich deutlich mehr Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten. Neben Deutsch gehören noch Niederländisch und Englisch zu den westgermanischen Sprachen, außerdem Friesisch und Afrikaans, wobei Letztere aufgrund der regional sehr begrenzten Verbreitung nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Studien haben gezeigt, dass Lernende, deren Muttersprache Deutsch ist, es mit Englisch und Niederländisch einfacher haben als mit anderen Sprachen – sie erzielen schneller und leichter Erfolge. Das liegt zum einen an einer großen Zahl an Vokabeln, die ihrer deutschen Entsprechung sehr ähnlich und daher leicht zu merken sind, zum anderen an grammatikalischen Gemeinsamkeiten, dank derer der Aufbau der Sprache sehr vertraut wirkt. Wollen Sie zum Beispiel auf Niederländisch sagen, dass Sie aus Deutschland kommen, würde der Satz „Ik kom uit Duitsland“ lauten – was selbst ohne jedwede Niederländisch-Kenntnisse recht gut verständlich ist. Beim Englischen kommt noch hinzu, dass es hierzulande Einzug in die Alltagssprache gefunden hat – ob Internet-Provider, Computer, cool, Power, chillen, Baby, Jeans oder T-Shirt, wir benutzen tagtäglich eine Flut von englischen Lehnwörtern, die uns das Lernen erleichtern.

Vorsicht vor falschen Freunden

Sprachliche Gemeinsamkeiten erleichtern also das Lernen – allerdings kann diese Nähe auch einige Nachteile haben, die es bei „weiter entfernten“ Sprachen nicht gibt. Die Rede ist von sogenannten „falschen Freunden“.

Dabei handelt es sich um Wörter, die im Deutschen und in der Fremdsprache ähnlich oder gleich klingen oder geschrieben werden, tatsächlich aber ganz unterschiedliche Bedeutungen haben. Ein recht bekanntes Beispiel für einen falschen Freund ist das englische Wort „become“, das von der Schreibweise an das deutsche „bekommen“ erinnert. „To become“ bedeutet aber eben nicht "bekommen", sondern steht es für das deutsche Verb "werden". Stellen Sie sich also vor, das Wort wird falsch eingesetzt, wie im nachfolgenden Beispiel: "My sister became a purse for christmas." Was übersetzt heissen würde: "Meine Schwester wurde zu Weihnachte eine Tasche." Hier kann die sprachliche Nähe also zu einer Falle werden, denn aufgrund dieser Nähe ist es durchaus folgerichtig, davon auszugehen, dass „become“ und „bekommen“ dieselbe Bedeutung haben.

Falsche Freunde gibt es zwar auch bei Sprachen, die nicht zur selben Sprachfamilie gehören, allerdings sind sie in einem solchen Fall sehr viel seltener. Darüber hinaus ist die Gefahr, in die „Sprachfalle“ zu tappen, aufgrund der Unterschiede zwischen den Sprachen weniger groß. Gäbe es zum Beispiel im Portugiesischen das Wort „become“, würden Sie hier wohl kaum davon ausgehen, dass es „bekommen“ bedeutet, da es auch sonst nur wenige sprachliche Überschneidungen zwischen Deutsch und Portugiesisch gibt.

Was, wenn Englisch und Niederländisch nicht das Richtige sind?

Ist Ihre Muttersprache Deutsch, haben Sie es mit Englisch und Niederländisch besonders leicht – aber vielleicht sagen Ihnen diese Sprachen nicht zu oder Sie herrschen Sie bereits. Was dann? Gibt es Alternativen zu diesen beiden Sprachen, die ebenfalls leicht zu lernen sind?

Ja, die gibt es: die nordgermanischen Sprachen Dänisch, Schwedisch, Norwegisch und Isländisch. Diese weisen ebenfalls viele Gemeinsamkeiten mit dem Deutschen auf und sind daher im Vergleich zu anderen Fremdsprachen leichter zu erlernen. Bei romanischen Sprachen wie Französisch, Spanisch und Portugiesisch können Sie zumindest noch auf einige (lateinische) Lehnwörter und das vertraute Alphabet bauen. Das ist allerdings nur ein kleiner Vorteil und Sie werden es mit diesen Sprachen nicht mehr so leicht haben wie mit den germanischen Sprachen – hier erwartet Sie also eher schon eine Herausforderung.

Wer will es sich schon leichtmachen?

Nicht jeder will es sich beim Lernen aber so leicht wie möglich machen – manche suchen sogar die Herausforderung, um sich selbst etwas zu beweisen oder ihrem Geist das Maximum an Leistung abzuverlangen. Gibt es auch für solche Leute die passende Fremdspreche?

Natürlich gibt es die. Wollen Sie sich fordern, ohne sich gleich zu überfordern, sind die romanischen Sprachen eine gute Wahl, da Deutsch hier keinen besonderen Vorteil bietet, aber auch keine Nachteile mit sich bringt. Wollen Sie Ihre grauen Zellen aber richtig auf die Probe stellen, sind Sprachen mit kyrillischem Alphabet und sogenannte Tonalsprache das Richtige. Bei Russisch und Serbisch müssen Sie nicht nur mit fremden Wörtern und einer ungewohnten Grammatik zurechtkommen, sondern auch mit unbekannten Schriftzeichen, die bereits den Einstieg in die Sprache erschweren.

Noch komplizierter wird es bei Tonalsprachen wie etwa dem Arabischen, dem Chinesischen oder dem Vietnamesischen. Hier sind nicht nur Wörter, Grammatik und Schriftzeichen fremd, diese Sprachen verwenden zudem ein Konzept, das es im Deutschen nicht gibt: die Bedeutungsveränderung durch Intonation. Hier kommt es also nicht nur darauf an, welches Wort Sie verwenden, sondern auch darauf, wie Sie es aussprechen. So hat beispielsweise das arabische Wort „Shi“ je nach Intonation über 30 verschiedene Bedeutungen.

Mit der richtigen Methode zum Ziel

Gerade Tonalsprachen sind für Interessierte mit Deutsch als Muttersprache also alles andere als leicht zu lernen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass Sie sich aus Angst vor Überforderung auf germanische oder romanische Sprachen beschränken müssen. Mit der richtigen Lernmethode sind selbst Chinesisch oder Arabisch zu schaffen – und diese richtige Lernmethode finden Sie bei Linguajet. Die nach ihrer Erfinderin Vera F. Birkenbihl benannte Birkenbihl-Methode setzt auf eine Lernweise, die ohne Vokabellisten und stundenlanges Pauken auskommt. Stattdessen werden die Inhalte durch Mitlesen und Mitsprechen erfasst, sodass sich im Gehirn die entsprechenden Verbindungen bilden können. Das ist nicht nur sehr effektiv, sondern funktioniert auch bei jeder beliebigen Sprache. Ganz gleich also, ob Sie Englisch, Französisch oder Chinesisch lernen wollen, bei Linguajet sind Sie immer richtig. Probieren Sie es doch einfach einmal aus und laden Sie sich unseren kostenlosen Probekurs herunter!

 

Quellen:

https://coursefinders.com/blog/de/5044/deutsch-schwere-und-leichte-sprachen-zum-lernen-fur-deutsche

https://fremdsprachenleichterlernen.jimdo.com/2017/07/22/welche-sprachen-sind-leicht-zu-lernen/

https://www.sprachenlernen24.de/blog/Sprachen-leicht-zu-lernen/

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