Weltsprache Englisch: Kann ich es mir leisten, kein Englisch zu lernen?


Englisch ist als Sprache überall präsent, manchmal mehr und manchmal weniger. Haben Sie heute schon im Internet gesurft? Waren Sie bei einem wichtigen Meeting? Und gibt es heute Abend noch ein Event, das Sie gern besuchen möchten?

Die englische Sprache scheint heutzutage unentbehrlich zu sein, nicht nur auf Reisen, sondern in unserem alltäglichen Handeln. Vielleicht denken Sie aber auch: „Nein, bisher kam ich immer gut zurecht, ohne Englisch zu können“.

Ist das wirklich so? Kommt man heutzutage noch ganz ohne Englischkenntnisse aus?

Kommen Sie einfach mit auf eine kleine Reise durch die Bedeutung und die Geschichte des Englischen!

Sie werden im folgenden Artikel erfahren, wie Englisch eigentlich zur Weltsprache werden konnte und in welchen Bereichen sie unbedingt gebraucht wird. Wir werden der Frage nachgehen, ob man es sich überhaupt leisten kann, kein Englisch zu sprechen und welchen Gewinn das Sprechen dieser Fremdsprache bringt.

Welche Sprachen werden am häufigsten gesprochen?

Laut einer aktuellen Statistik (Vgl. statista 2017: Sprachen weltweit mit den meisten Muttersprachlern) wird Englisch von ca. 335 Millionen Menschen weltweit als Muttersprache gesprochen. In 29 Ländern ist Englisch Haupt- und Nationalsprache. Die bekanntesten sind natürlich alle Länder der britischen Inseln, die Vereinigten Staaten von Amerika, Australien, Neuseeland und Kanada.

Doch wussten Sie, dass zum Beispiel in Guayana Englisch ebenfalls die Nationalsprache ist? Auch in Singapur, wo unter anderem aber auch Chinesisch, Malaiisch und Tamil gesprochen wird, ist Englisch die Nationalsprache. In 30 weiteren Ländern ist Englisch immerhin Amtssprache. Das bedeutet, dass Englisch die Sprache ist, in der Behörden und Regierungen miteinander kommunizieren. Die Amtssprache muss übrigens nicht zwingend die Sprache sein, die die Bevölkerung hauptsächlich zur Verständigung nutzt.

Nur Hindi (ca. 525 Millionen Sprecher) und Chinesisch sprechen noch mehr Menschen auf der Welt. Während Mandarin-Chinesisch von 726 Millionen Menschen gesprochen wird, so beläuft sich die Anzahl der Sprecher aller chinesischen Sprachen summiert sogar auf 1,3 Milliarden Menschen! Das sind ganze 17,2 % der Weltbevölkerung!

Wenn so viele Menschen weltweit Chinesisch sprechen, warum ist dann ausgerechnet Englisch zu einer so großen Sprachenmacht geworden?

Die Entstehung des Englischen

Das Englische, eine germanische Sprache, war ursprünglich ein skandinavisch-niederdeutscher Dialekt. Nachdem die Normannen das heutige England erobert hatten, gesellte sich Französisch als romanische Sprache mit ihrem Wortschatz dazu. Nach und nach verschwanden überflüssige germanische Endungen – heraus kam das Englische.

Die verschiedenen Einflüsse aus den west- und nordgermanischen Sprachen, der französischen Sprache sowie den klassischen Sprachen Latein und Griechisch führten dazu, dass Englisch, wie wir es heute kennen, einen umfangreichen Wortschatz hat.

Während das chinesische Zeichensystem lediglich in China, Taiwan und Singapur (hier nicht ausschließlich) verwendet wurde und wird, benutzt das Englische das lateinische Alphabet. Alleine dadurch wird die Sprache so der Mehrheit der Menschen zugänglicher als das Chinesische.

Was ist eine Weltsprache?

Da stellt sich die Frage, was genau eine Weltsprache eigentlich ausmacht. Die Anzahl der Sprecher? Werden nur die Muttersprachler dazugezählt oder auch diejenigen, die eine Sprache als Zweitsprache sprechen?

Klar, da sind zum einen die Sprecherzahlen weltweit. Eine Weltsprache macht jedoch nicht nur die Anzahl ihrer Muttersprachler aus. Auch diejenigen, die eine Sprache als Zweitsprache sprechen, zählen dazu. Viele Bewohner Indiens sprechen zum Beispiel Englisch als Zweitsprache neben einer der einheimischen Sprachen Indiens. Das kommt daher, dass Indien eine Kolonie Englands war.

Wenn man nun Muttersprachler und Zweitsprachler zusammenzählt, dann sind es sogar 510 Millionen Englischsprechende weltweit.

Bei einer Weltsprache kommt es aber nicht nur darauf an, wie viele Sprecher weltweit eine Sprache sprechen, sondern auch die geografische Verteilung einer Sprache. Chinesisch als Landessprache konzentriert sich beispielsweise lediglich auf die Gebiete China, Taiwan und Singapur. Englischsprachige Länder gibt es aber fast überall auf der Welt verteilt.

Wie auch das Spanische, wurde Englisch vor allem durch die Kolonialzeit auf der Welt verbreitet.

Verbreitung durch erste Eroberungen

Bereits im 15. Jahrhundert eroberten die Engländer die britische Insel. Irland, Schottland und Wales gehörten von nun an den Engländern.

Um 1500 entsandten die spanische, französische und die englische Krone Expeditionen, um die sogenannte Neue Welt zu erobern. Während die Spanier und Franzosen Mittel- und Südamerika eroberten, besetzten die Engländer den Norden Amerikas. Der Name Amerika kommt übrigens von keinem der genannten Eroberer. Es wurde nach dem Italiener Amerigo Vespucci benannt, der zuvor häufig nach Südamerika reiste.

Im 17. und 18. Jahrhundert festigten die Engländer zudem ihre koloniale Vorherrschaft gegenüber den Niederländern auch in Indien.

Nachdem Amerika 1776 unabhängig geworden war, sahen die Engländer sich gezwungen, sich im Pazifik auszudehnen. Australien und Neuseeland wurden zu Kolonien Englands.

Nach den Napoleonischen Kriegen und der Abschaffung der Sklaverei tagte der Wiener Kongress. Dieser regelte schließlich, dass die Engländer, Spanier und Franzosen bestimmte besetzte Kolonien abgeben mussten. England ging dabei jedoch als großer Gewinner hervor, denn es bekam die meisten Kolonien zugesprochen, unter anderem Malta, Mauritius und Guayana.

Verlierer oder Gewinner?

Die Engländer konnten während der industriellen Revolution ihren Einfluss in der Welt weiter ausbreiten. Um 1914 besaßen sie mehrere afrikanische Kolonien, von Südafrika bis Ägypten und Sierra Leone.

Doch es gab auch immer mehr Unabhängigkeits- und Selbstbestimmungsbestrebungen der britischen Kolonien. Die Dekolonialisierung schritt schnell voran und England verlor immer mehr Einfluss.

Heute übt Großbritannien noch außerhalb der Britischen Inseln Souveränität auf 14 Überseegebiete aus.

Die Engländer verloren viele Kolonien und viel Einfluss. Das Englische ging jedoch um die Welt und blieb in vielen ehemaligen Kolonien bestehen. Das größte Gebiet, in dem Englisch heute noch gesprochen wird, ist Nordamerika.

Reisen auf Englisch

Stellen Sie sich vor, dass Sie den prunkvollen Taj Mahal im indischen Agra besuchen möchten. Sie wollen den nächsten Bus nehmen, doch Sie wissen nicht, wie genau der Fahrplan zu lesen ist. In einer solchen Situation ist es natürlich schön, wenn Sie einfach einen Einheimischen fragen können.

Möchte man es vermeiden, Hände und Füße zur Kommunikation zu benutzen, dann empfiehlt es sich, Englisch sprechen zu können.

Auf diese Weise ist es möglich, sich leicht mit dem Großteil der Weltbevölkerung zu verständigen. Englisch ist Lingua franca, also die Verkehrssprache. Man kommt damit nicht nur gut um die Welt – eine Basis für die Begegnung mit Menschen verschiedenster Herkunft wird geschaffen.

Mit Englisch im Reisegepäck ist da direkt ein Gefühl der Sicherheit. So muss niemand mehr vergeblich an der Bushaltestelle warten.

Sprache der Wirtschaft und Wissenschaft

Doch nicht nur auf Reisen ist Englisch von großem Nutzen. Wenn sich Manager und Politiker aus aller Welt treffen, ist vor allem eine Sprache in allen Ohren: Englisch. Handelsbeziehungen zwischen Asien und USA? Weltwirtschaft? Das alles wäre ohne die englische Sprache nicht möglich.

Auch Naturwissenschaftler wissen, dass sie ohne Englisch wohl keine erfolgreiche Karriere hätten. Die wenigsten können es sich leisten, keine Publikationen auf Englisch zu veröffentlichen. Die Sprache sichert zudem, dass Wissenschaftler verschiedener Länder kommunizieren und gemeinsam an Projekten arbeiten können.

Nicht nur Naturwissenschaftler betrifft dieser Wissensaustausch auf Englisch, auch Geistes- und Sozialwissenschaftler bieten Studienergebnisse, die es wert sind, sie mit Menschen auf der ganzen Welt zu teilen.

„Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Natürlich kann entgegengehalten werden, dass die deutsche Sprache viele Anglizismen beinhaltet. Sicherlich kann man sich über die Angemessenheit streiten, darüber zu diskutieren, ob es „gedownloadet“ oder „downgeloadet“ heißt. Manche wissen nicht einmal mehr, dass stattdessen einfach das Wort „heruntergeladen“ benutzt werden kann.

Doch ist es wirklich sinnvoll, Begriffe, die vor allem in der Kommunikation Gebrauch finden, zu ersetzen? Internet, Smartphone, Computer, Laptop, E-Mail und Messenger sind nur einige von vielen Wörtern, die wir täglich benutzen und die aus dem Englischen kommen. Selbstverständlich wissen wir, was damit gemeint ist.

Sprachpurismus ist interessant, doch er kann auch übertrieben werden. Seit Jahrhunderten mischen sich Sprachen, werden Wörter als Lehnwörter in andere Sprachen übernommen. Das ist der Lauf der Dinge.

Dass Gesetze zur Sprachregelung schieflaufen können, zeigen die Bestrebungen der Académie Française, die die Pflege der französischen Sprache zur Aufgabe hat. Die Académie widmet sich grammatikalischen Zweifelsfällen und gibt ein Wörterbuch heraus, das als Standardnachschlagewerk gelten soll. Doch in der Alltagssprache kann nicht die Rede davon sein, dass diese Vorschläge angenommen werden.

Die Académie möchte zum Beispiel verhindern, dass Anglizismen Einzug in die französische Sprache halten. Doch Einflüsse aus Musik, Film und Technik sind unvermeidbar. Diesen Einfluss gibt es natürlich nicht nur auf Jugendliche, die für (Slang-)Sprache teilweise offener sind als Erwachsene. In der Realität kann also selbst eine Académie nicht verhindern, dass Menschen sprechen, „wie ihnen der Schnabel gewachsen ist“.

Kulturen und Menschen erleben

Es scheint fast schon logisch zu sein, aus alledem zu schließen, dass Englisch bald die ganze Welt beherrschen wird. Doch so schön eine Vorstellung von einer Welt, in der sich alle in der gleichen Sprache verständigen können, auch sein mag: Sprachenvielfalt ist richtig und wichtig.

Dabei zählen nicht nur die großen Sprachen und Sprachfamilien, sondern auch und vor allem die Minderheitensprachen, die auszusterben drohen. Ohne sie wären neue Kulturen nur noch halb so spannend.

Doch wenn wir ehrlich sind, erlebt man Kulturen am besten durch den Austausch mit anderen Menschen. Englisch hilft dabei, mit diesen Menschen in Kontakt zu treten und erleichtert den Alltag somit erheblich.

Englisch – das Tor zur Welt

Englisch ist in so vielen Bereichen vertreten. Wissenschaft, Reisen, Wirtschaft und Handel. Nicht zu vergessen sind außerdem englische Musik, Filme und das Internet. Ohne Englisch wären sie alle undenkbar.

Englisch öffnet Tor und Tür – und meistens die Herzen der Menschen, mit denen man gerne ins Gespräch kommen würde.

Möchten Sie nicht auch englische Liedtexte verstehen können und sich unbeschwert mit Menschen im Ausland unterhalten?

Um entspannt reisen und kommunizieren zu können, müssen Sie aber keinen jahrelangen Unterricht nehmen. Mit Linguajet haben Sie eine einfache Variante, um Englisch sprechen und verstehen zu lernen. Sie müssen nicht pausenlos Grammatik und Vokabeln lernen, sondern durch das Vertrautmachen mit kleineren Textpassagen lernen Sie die Wörter nacheinander. Sie lesen gleichzeitig die Wort-für-Wort-Bedeutung auf Deutsch und hören anschließend, ganz nebenbei, wie die Wörter ausgesprochen werden. So werden Sie schon bald die englische Weltsprache nicht nur verstehen, sondern auch sprechen können.

Falls Sie bereits ein Englisch-Experte sind, dann probieren Sie doch Chinesisch als weitere Weltsprache aus, denn auch Chinesisch können Sie mit Linguajet lernen.

Machen Sie Ihren Sprachtraum wahr!

Sprachen lernen war noch nie so einfach. Beginnen Sie jetzt und überzeugen Sie sich selbst.