Englisch lernen – das ist Ihr Sprachniveau


Sie sprechen Englisch – aber wie gut eigentlich? Die eigenen Sprachkenntnisse einzuschätzen, ist nicht ganz einfach. Zum Glück gibt es aber einige Standards, die bei der Bewertung helfen und es Ihnen so ermöglichen, sich realistische Ziele zu stecken. Wir zeigen Ihnen, wie das geläufigste Beurteilungssystem funktioniert und wie Sie es für sich nutzen können.

Englisch gilt als die Weltsprache schlechthin – denn mit Englisch kommt man eigentlich immer weiter, ganz gleich, ob man in Südamerika, Asien oder Europa unterwegs ist. Um sich wirklich verständlich machen zu können, reicht es aber natürlich nicht aus, wenn Sie lediglich ein paar Brocken Englisch beherrschen. Die Frage ist also: Wie gut ist Ihr Englisch? Und wie lässt sich das überhaupt einschätzen? Schließlich besitzt jeder Mensch ein anderes Sprachniveau und ein Vergleich zwischen den jeweiligen Sprachkenntnissen ist schwierig.

GeRS – ein einheitliches System für alle

Um Fremdsprachenkenntnisse realistisch beurteilen zu können, wurden von Organisationen und Behörden verschiedene Kompetenzstufen eingeführt. Diese ermöglichen es, das Sprachniveau einer Person anhand bestimmter Kriterien in eine der vorgegebenen Kategorien einzuteilen. Allerdings sind die Kriterien bei den unterschiedlichen Einstufungssystemen nicht immer einheitlich und zudem für Laien oft nur schwer zu verstehen. Um dem entgegenzuwirken, wurde vom Europarat 2001 der sogenannte „Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen“, kurz „GeRS“, eingeführt.

Der im Englischen auch als „CEFR“ bezeichnete Referenzrahmen unterteilt das Sprachniveau anhand einfacher, nachvollziehbarer Kriterien in drei Stufen, die jeweils noch einmal zwei Unterstufen besitzen. Zudem lässt sich das Sprachniveau in den Bereichen Leseverständnis, Hörverständnis, Schreiben und Sprechen einzeln bewerten, sodass eine aussagekräftige Bewertung der Sprachkenntnisse möglich wird.

Ziel war es, mit dem GeRS einen einheitlichen Rahmen zu schaffen, anhand dessen sich das Sprachniveau länderübergreifend beurteilen lässt. Dies diente vor allem dazu, den Spracherwerb in der Schule und in der Ausbildung europaweit anzugleichen und eine allgemeine Bewertungsgrundlage zu schaffen. Der GeRS entwickelte sich aber sehr schnell zu einem Standard, der auch in der Wirtschaft und in der außerschulischen Sprachausbildung Verwendung fand.

Die verschiedenen Stufen des GeRS

Mit dem GeRS gibt es also einen einheitlichen Bewertungsrahmen – aber wie finden Sie heraus, in welche der Kategorien Sie mit Ihren Englischkenntnissen fallen? Nun, es gibt zwar verschiedene Einstufungstests, die im GeRS festgelegten Kriterien sind aber eigentlich so klar und einfach definiert, dass Sie Ihr Sprachniveau auch anhand dieser Kriterien sehr einfach selbst abschätzen können.

Man unterscheidet beim GeRS zwischen den Kompetenzniveaus A (elementare Sprachverwendung), B (selbstständige Sprachverwendung) und C (kompetente Sprachverwendung), die jeweils noch einmal in Stufe 1 und Stufe 2 unterteilt sind. Für die jeweiligen Stufen gelten die folgenden Voraussetzungen:

- A1 (Anfänger): Der Anwender kann einfach Sätze verstehen, die alltägliche Themen behandeln, und Fragen zu diesen Themen beantworten („Wo wohnen Sie?“, „Wie heißen Sie?“ etc.). Eine einfache Unterhaltung ist möglich, sofern der Gesprächspartner langsam spricht.

- A2 (grundlegende Kenntnisse): Der Anwender kann Gesprächen zu einfachen Themen folgen und sich in alltäglichen Situationen ohne Probleme auf einfache Weise verständigen. Aussagen über Themen aus dem persönlichen Umfeld (Ausbildung, Herkunft etc.) sind ebenfalls möglich.

- B1 (fortgeschrittene Sprachverwendung): Der Anwender kann sich in den meisten Alltagssituationen problemlos verständigen, sofern der Gesprächspartner Standardausdrücke verwendet, und zusammenhängende Aussagen über vertraute Themen treffen. Zusätzlich kann der Anwender Aussagen über persönliche Dinge wie Erfahrungen Träume, Ziele und Ansichten einschließlich kurzer Begründungen machen.

- B2 (selbständige Sprachverwendung): Der Anwender kann die wichtigsten Inhalte von komplexen Texten und Aussagen verstehen, Gespräche über alltägliche Themen sind ohne Weiteres und ohne größere Einschränkungen möglich. Zudem kann der Anwender Aussagen zu einem breiten Themenspektrum machen und seine Ansichten dazu zumindest grundlegen erläutern.

- C1 (fachkundige Sprachkenntnisse): Der Anwender versteht selbst komplexe Texte ohne größere Schwierigkeiten und kann dabei auch tiefergehende oder implizite Aussagen verstehen. In Gesprächen kann er sich zu den meisten Themen vielfältig, strukturiert und klar ausdrücken, ohne dabei regelmäßig nach Worten suchen zu müssen.

- C2 (annähernd muttersprachliche Kenntnisse): Der Anwender kann Gesprächen zu praktisch allen Themen mühelos folgen und zu komplexen Sachverhalten detaillierte Aussagen machen. Zusätzlich kann er sich spontan flüssig ausdrücken und erkennt auch feine Bedeutungsnuancen in der Sprache.

Anhand dieser Kriterien sollten Sie in der Lage sein, Ihre Englischkenntnisse realistisch einzuschätzen. Sollten Sie sich aber unsicher sein, helfen Ihnen die freundlichen Mitarbeitenden von Linguajet natürlich gerne weiter.

Welches Sprachniveau ist das richtige?

Sie wissen also jetzt, wie gut Ihr Englisch ist. Das allein genügt aber nicht – Sie müssen außerdem wissen, welches Sprachniveau Sie erreichen wollen. Dabei sind natürlich vor allem Ihre persönlichen Ziele entscheidend, aber je nach Situation können zum Beispiel auch die Erwartungen eines Arbeitgebers oder die Aufnahmevoraussetzungen einer Universität ausschlaggebend sein.

Wollen Sie Ihr Englisch für eine Urlaubsreise auf Vordermann bringen, reicht in der Regel ein Sprachniveau von B1. So können Sie sich in den meisten Urlaubssituationen ohne Probleme verständlich machen und müssen nur sehr selten auf die „Mit Händen und Füßen“-Methode zurückgreifen. Verlangt ein Arbeitgeber Sprachkenntnisse, ist B1 meist die untere Grenze, häufig wird aber auch B2 vorausgesetzt, gelegentlich sogar C1. Die höheren Sprachniveaus sind vor allem dann relevant, wenn Sie für Ihren Arbeitgeber häufig im Ausland unterwegs sind oder regelmäßig mit ausländischen Kunden und Geschäftspartner zu tun haben.

Bei einem Auslandssemester während des Studiums müssen Sie im Normalfall ein Sprachniveau von B1 nachweisen, je nach Universität kann aber auch B2 oder C1 als Zugangsvoraussetzung gelten. Häufig führen die Universitäten auch noch eigene Sprachtests durch, um die Eignung der Bewerber zu prüfen.

Sprachkenntnisse für den Beruf nutzen

Eine realistisch Einschätzung Ihrer Englischkenntnisse ist übrigens nicht nur für Sie persönlich von Vorteil. Sie erleichtert es Ihnen auch, Ihre Sprachkenntnisse als „Karriereverstärker“ zu verwenden. Beherrschen Sie nämlich eine Fremdsprache, ist das bei einer Bewerbung fast immer ein Vorteil – selbst wenn der Arbeitgeber gar keine Fremdsprachenkenntnisse verlangt. Ihre Mehrsprachigkeit macht Sie flexibler einsetzbar und Sie finden sich leichter in ungewohnter Umgebung zurecht.

Wollen Sie Ihre Sprachkenntnisse beruflich zu Ihrem Vorteil nutzen, müssen Sie diese aber natürlich einschätzen können. Klassische Einstufungen wie „Grundkenntnisse“ oder „verhandlungssicher“ sind dabei zwar nicht verboten, die meisten Unternehmen bevorzugen aber die GeRS-Kategorien. Diese sind genauer und übersichtlicher, außerdem erleichtern sie den Vergleich der Bewerber. Entscheidend ist aber, dass Sie die verschiedenen Einstufungssysteme nicht mischen. Schreiben Sie also nicht „Französisch – Grundkenntnisse“ und „Englisch B1“. Wählen Sie eins der Systeme und bleiben Sie dabei, alles andere ist für den potentiellen Arbeitgeber nur verwirrend.

Fazit

Wie Sie sehen, ist es gar nicht so schwierig, die eigenen Englischkenntnisse einzuschätzen. Viel wichtiger ist es, dass Sie sich das passende Sprachniveau als Ziel setzen und darauf hinarbeiten. Bei Linguajet finden Sie verschiedene Kurse, um auf das gewünschte Niveau zu kommen, und unsere bewährten Lehrmethoden sorgen dafür, dass sich bei Ihnen in kürzester Zeit Erfolge einstellen – sogar mit Lerngarantie. Probieren Sie es doch am besten gleich einmal aus und lassen Sie sich mit unserer Demolektion von unseren anerkannten Methoden überzeugen!

Machen Sie Ihren Sprachtraum wahr!

Sprachen lernen war noch nie so einfach. Beginnen Sie jetzt und überzeugen Sie sich selbst.