Wie wichtig ist Talent beim Erlernen einer Fremdsprache?


Wer kein Talent hat, der soll es lassen – diese Binsenweisheit gilt sicher in vielen Situationen, aber trifft sie auch beim Sprachenlernen zu? Hier erfahren Sie, wie wichtig Sprachtalent wirklich ist und welche Faktoren für den Lernerfolg entscheidend sind.

„Ich würde ja gerne eine Fremdsprache lernen, aber mir fehlt einfach das Talent dazu.“ – solche und ähnliche Aussagen hört man immer wieder. Die Frage ist nur: Stimmt das denn wirklich? Braucht es Sprachtalent, um eine Sprache lernen zu können? Oder kann auch jemand ganz ohne Talent eine Sprache lernen und sich irgendwann problemlos mit einem Muttersprachler unterhalten?

Nun ja, diese etwas überspitzt formulierten Fragen beantworten sich im Grunde von selbst, denn schließlich hat jeder von uns zumindest eine Sprache gelernt, nämlich die Muttersprache. Am Talent alleine kann es also nicht liegen. Aber wie viel macht das Talent beim Lernen tatsächlich aus? Und gibt es nicht vielleicht andere Faktoren, die beim Sprachenlernen wichtiger sind? Hier finden Sie die Antworten!

Was ist Sprachtalent?

Bevor wir uns näher mit der Bedeutung von Begabung beim Sprachenlernen machen, sollten wir zunächst einmal klären, was Sprachtalent eigentlich genau ist. Eine eindeutige und allgemeingültige Definition zu finden, ist allerdings schwierig, denn es gibt keine klaren Merkmale, die einen Talentierten von einem weniger Talentierten unterscheiden.

Generell lässt sich aber sagen: Ein Talent fürs Sprachenlernen äußert sich dadurch, dass sich der Lernende Vokabeln und Regeln besonders leicht merken kann. Er versteht außerdem Themenbereiche sehr schnell, sodass das Lernen mit etwas weniger Aufwand verbunden ist.

Mit Sprachtalent fällt das Lernen also insgesamt etwas leichter – es ist aber ganz sicher keine wundersame Begabung, durch die einem die Lerninhalte einfach zufliegen. Ein talentierter Schüler muss ebenso die Bedeutung und Verwendung der verschiedenen Wörter lernen, die Grammatik und die Aussprache beherrschen und Inhalte wiederholen, bis sie ihm in Fleisch und Blut übergegangen sind. Talent beim Sprachenlernen ist also kein Garant für einen Lernerfolg – und ebenso wenig ist fehlendes Talent ein Grund dafür, die Flinte gleich ins Korn zu werfen.

Ist das Lernen ohne ausgeprägtes Sprachtalent nicht furchtbar mühselig?

Sie brauchen also keine besondere Begabung fürs Sprachenlernen – aber wird es nicht zur Qual, wenn Sie jede Lektion zehn, zwanzig oder dreißig Mal wiederholen müssen, bevor Sie sie verinnerlicht haben? Natürlich ist es so, dass ein Talentierter gerade zu Anfang schneller Lernerfolge erzielen wird, aber das Talent ist keinesfalls der ausschlaggebende Faktor. Denn um eine Sprache wirklich zu beherrschen, ist sehr viel Aufwand nötig. Da hilft Sprachtalent nur wenig weiter, stattdessen kommt es vor allem auf drei Dinge an: Willenskraft, Motivation und die richtige Lernmethode.

Die wahren Erfolgsfaktoren

Sprachtalent ist also ein netter „Bonus“ beim Sprachenlernen, entscheidend für den Erfolg sind aber andere Dinge. Da wäre zum Beispiel die Willenskraft, die vor allem auf längere Sicht ein wichtiger Faktor ist. Denn eine Sprache lässt sich nicht über Nacht lernen. Selbst für die Grundlagen werden Sie, je nach Lernintensität, mindestens einige Tage oder Wochen brauchen. Bis ungezwungene Gespräche über verschiedene Themenbereiche möglich sind, vergehen meist mehrere Monate oder sogar Jahre. Über einen so langen Zeitraum wird es Ihnen sicher immer wieder passieren, dass das Lernen gerade nicht „reinpasst“. Ganz gleich, ob es ein anstrengender Tag im Büro war, Sie von tausenden Erledigungen erschlagen werden oder vielleicht auch Ärger mit Kollegen, Freunden oder Verwandten haben. Manchmal wird die Versuchung groß sein, das Lernen ausfallen zu lassen und stattdessen etwas Anderes zu machen. Wenn das ab und zu passiert, ist das nicht weiter dramatisch, aber leider werden aus einem freien Abend allzu oft schnell zwei freie Tage, und ehe man sich versieht, ist das Lernen ganz abgeschrieben. Um das zu verhindern, braucht es Willenskraft. Manchmal braucht es Überwindung, um mit dem Lernen weiterzumachen – und die aufzubringen, ist sehr viel wichtiger als Sprachtalent.

Eng verknüpft mit der Willenskraft ist die Motivation. Denn wer sich motiviert ans Lernen macht, der wird auch leichter die nötige Willenskraft aufbringen, wenn es einmal nicht ganz so rund läuft. Wenn Sie eine Fremdsprache lernen, sollten Sie sich daher realistische Ziele stecken. Erreichen Sie diese Ziele dann, wird Ihnen das einen Motivationsschub geben, sodass Sie sich wieder mit neuem Elan an die Sache setzen können. Verpassen Sie Ihre Ziele allerdings, wird das eher den gegenteiligen Effekt haben. Deshalb ist es so entscheidend, dass Sie sich realistische Ziele setzen. Seien Sie dabei ruhig etwas vorsichtig und verlangen Sie sich lieber etwas zu wenig als etwas zu viel ab, damit Sie Ihre Ziele auch wirklich erreichen. Allzu trivial darf es aber auch nicht werden, sonst wird der Motivationsschub ausbleiben.

Der dritte entscheidende Faktor für den Lernerfolg ist die Lernmethode. Der aus der Schule bekannte Ansatz, eine Sprache mit Hilfe von Vokabellisten und Grammatikregel-Übungen zu lernen, ist nämlich bei Weitem nicht die einzige Variante. Alternativ sind auch Sprachreisen, Sprachkurse, Lerngruppen und vieles mehr denkbar. Sie müssen nur die Lernmethode finden, die zu Ihnen passt.

Dazu müssen Sie zunächst einmal herausfinden, was für ein Lerntyp Sie sind. So gibt es zum Beispiel Menschen, die besonders gut durch visuelle Reize lernen, also etwa mit Hilfe von Diagrammen, Schaubildern und Ähnlichem. Der auditive Lerntyp kann sich dagegen am besten durch Zuhören neue Lerninhalte aneignen. Beim motorischen Lerntyp geht es dagegen darum, Dinge zu berühren und auszuprobieren und so im wahrsten Sinne des Worts zu erfassen, während der kommunikative Lerntyp am besten im Austausch mit anderen lernt. Kennen Sie Ihren Lerntyp, können Sie sich dann eine Lernmethode suchen, die zu Ihnen passt. Welche das ist, lässt sich im Vorfeld nicht sagen – aber es gibt einige Methoden, die allgemein besser funktionieren als andere.

Ob talentiert oder nicht – mit Linguajet lernen Sie effektiv

Ein Lernansatz, der sich immer wieder bewährt hat, ist die Birkenbihl-Methode, wie sie auch bei Linguajet zum Einsatz kommt. Diese von Vera F. Birkenbihl entwickelte Methode setzt auf etwas, das die Erfinderin „gehirngerechtes Lernen“ nannte. Damit ist gemeint, dass die Lerninhalte hier auf eine Weise präsentiert werden, die es dem Gehirn besonders leichtmacht, sie zu verarbeiten und zu speichern. Dabei liest der Schüler eine Übersetzung mit, während er den Originaltext hört, später hört er sich den Text nur noch an und spricht ihn schließlich mit. Auf diese Weise lernt das Gehirn nicht nur die Bedeutung der Wörter, sondern auch den Kontext, in dem sie verwendet werden, sowie die korrekte Aussprache – und das alles ohne lästige Vokabellisten und Grammatik-Übungsblätter.

Natürlich ist auch die Birkenbihl-Methode kein Wundermittel, mit dessen Hilfe Sie eine Sprache innerhalb weniger Tage perfekt beherrschen, aber sie macht es Ihnen durch die Konzeption besonders leicht, den inneren Schweinehund zu besiegen und am Ball zu bleiben. Zudem können Sie mit dieser Methode schnell erste Erfolge erzielen, was für zusätzlich Motivation sorgt.

Fazit

Sprachtalent ist beim Lernen sicherlich ein Vorteil, gerade am Anfang – für einen echten Lernerfolg sind aber andere Faktoren ausschlaggebend. Besonders wichtig ist die richtige Lernmethode, denn wenn Ihnen das Lernen dank der Methode leichtfällt, werden Sie auch einfacher die nötige Willenskraft und Motivation aufbringen. So können Sie dann auch schnell erste Erfolge feiern, die Ihnen einen zusätzlichen Motivationsschub geben. Probieren Sie es doch einfach einmal aus und laden Sie sich unsere kostenlose Probelektion herunter!

 

Quellen:

  • https://online-sprachen-lernen.com/begabung-sprachenlernen/
  • https://www.sprachheld.de/brauche-ich-talent-um-fremdsprachen-zu-lernen/

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